• auf/bewahren

    Glasgefäße oder auch verglaste Schränke oder Vitrinen wurden dazu benutzt, verschiedene Dinge, Sammlungsgegenstände, Nahrungsmittel oder Flüssigkeiten in ihnen zum kurzfristigen Verzehr oder Verbrauch oder aber auch mittel- und langfristig aufzubewahren. Der biologische Zerfall wurde so verlangsamt und zerbrechliche oder kostbare Objekte vor Unachtsamkeit und Umwelteinflüssen bewahrt. Zugleich konnten sie in und mit ihren Gefäßen und Vitrinen angerichtet oder präsentiert werden. Nur Glas gewährt Schutz bei gleichzeitiger Sichtbarkeit.

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  • trinken/essen

    Gefäße aus Glas wurden dazu verwendet, um daraus zu trinken oder um Nahrungsmittel zu präsentieren. Glasobjekte sind im Vergleich zu metallenen Gefäßen geruchs- und geschmacklos, die Speisen und Getränke behielten ihren eigenen Geschmack. Zugleich machte das durchsichtige und zum Teil dekorativ gestaltete Glas die Flüssigkeit im Gefäß sichtbar und erhielt so einen zusätzlichen ästhetischen Reiz. Wie häufig die Nutzung von Glasgefäßen war, zeigt sich in der modernen Sprachregelung, gläserne Gefäße zum Trinken schlicht als „Glas“ zu bezeichnen. Das Material wurde so zum Namensgeber der Objektgruppe! Essbares wurde ebenfalls in unterschiedlichen gläsernen Gefäßen auf Tellern, Schalen oder Platten angerichtet. Als Platzgeschirr eignete es sich kaum, da die Verwendung von Metallbesteck kratzende Geräusche hervorbrachte. Anders als bei Gefäßen aus undurchsichtigen Materialien wie Holz, Fayence, Porzellan oder etwa Silber, lässt sich auch bei hochwandigen Gefäßen die Füllmenge seitlich ablesen.

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