Irisierung

Ein Vorgang, der Glas einen perlmuttartigen, glänzenden Effekt verleiht (4000 Jahre Glas, S. 308; Bray 2001, S. 145f.). Das optische Phänomen wird durch Interferenz des Lichts an der Glasoberfläche hervorgerufen (Art. Irisierende Farbe, Veredelungslexikon; 4000 Jahre Glas, S. 308). An antikem Glas, das sich lange in der Erde befand, ist I. als unbeabsichtigter, lagerungsbedingter Effekt zu beobachten (4000 Jahre Glas, S. 308, Art. Irisglas, chemie.de, Sotheby’s 1992, S. 198). Im 19. Jahrhundert wurde sie von Glasfabrikanten und -künstlern bewusst gestaltend eingesetzt, z.B. von Lobmeyr in Wien und Louis Comfort Tiffany (1848–1933; Bray 2001, S. 145). Irisiertes Glas kann durch das „Aufdampfen von Metallsalzen“ (Horbas 1998 Glas, S. 27) oder die Verwendung von Lüsterfarben hergestellt werden (4000 Jahre Glas, S. 308, Sotheby’s 1992, S. 198, Art. Irisglas, chemie.de). Sowohl farbloses als auch farbiges Glas kann irisierent werden (Art. Irisglas, chemie.de). (JT, CK, AB)

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