Fenster

Öffnung im Bauwerk, die Licht und Luft einlassen soll und vor und während der Verbreitung des Fensterglases zwischen dem 12. und 19. Jh. mit Pergament, Tierblasen, Tierhäuten, geöltem Papier oder Leinwand sowie dünnen Marmor- oder Alabasterplatten als Füllung oder mit hölzernen Fensterläden verschlossen wurde. Der in einen Mauerfalz eingelassene Blendrahmen besteht aus senkrechten Festhölzern, der obere Rahmenteil wird als Oberweite bezeichnet, der untere als Unterweite. Besteht ein Fenster aus zwei oder mehr Flügeln, wird das senkrecht stehende Holzteil als Mittelschluss bezeichnet. Ist ein Oberlicht vorhanden, wird dieses von den Flügeln durch einen waagrechten Kämpfer abgetrennt. Oberlichter sind in der Regel stehende Verglasungen. Bei Sprossenfenstern sind die einzelnen Fenstersteiben durch stehende und liegende Sprossen aus Holz unterteilt und in diesen eingekittet. Butzenfenster Das Zerstören von Fenstern galt als Angriff auf die Obrigkeit und wurde drakonisch bestraft.

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