Eisglas

ursprünglich venezianische Gestaltungstechnik seit Mitte des 16. Jhs., bei der das Glas im heißen Zustand in Wasser getaucht wird, wodurch die Außenwand des Gefäßes oberflächlich, krakeleeartig aufspringt. Während des Aufblasens des Külbels zum Gefäß, wird der Vorgang des Abschreckens und Erwärmens mehrmals wiederholt. In den Niederlanden und Katalonien ebenfalls beliebt und hergestellt, in letzterem auch durch Wälzen des Külbels in Glasscherben produziert. Laut (Beyond Venice, S. 89) reine Repräsentationsgläser. Häufig Becher, seltener Kelche und andere Gefäßformen. Im 19. Jh. wurden feineres Krakelee hergestellt, indem das Glas nur wenige Male erhitzt und abgeschreckt wurde.

Zurück