Brandenburger Glas

"Gläser aus den brandenburgischen Hütten Krimnitz, Marienwalde, Drewitz, Potsdam und Zechlin. […] Diese frühen Hütten stellten gewöhnliches Trinkglas, Fensterglas und emailbemaltes Gals her. Die Erzeugnisse waren dem böhmischen Glas sher ähnlich, da die Glasmacher angeworbene Böhmen waren. Mit der Gründung der Potsdamer Hütte bei Drewitz durch den Großen Kurfürten 1674 beginnt die eigentlichen Zeit der brandenburgischen Glaskunst." Johann Kunckel, "Die Gläser sind reich geschliffen und geschnitten. Zu den Merkmalen gehören der Spitzblattfries, in der Frühzeit des 18. Jh. glatt, später gerauht, und die Kugelfriese an Lippen- und Deckrand. Nach 1730 ist reiche Vergoldung beliebt. In dieser Zeit hohe Fußplatten und Luftblase im unterschiedlich geschliffenen Schaft. Mattgeschnittene Darstellungen aus Mythologie und Soldatenleben umgeben stets die ganze Glaswandung."

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