Ätzung

Chemische Oberflächenveredelung. Glasbestandteile werden von Flusssäure als einziger Säure gelöst, wobei die ausgeschiedenen Kristallgebilde die Mattierung versursachen. Nicht zu ätzenden Flächen werden mit Schutzlack überstrichen. Drei Arten der Ätzung je nach Einwirkundsdauer und Konzentration der Ätzflössikeit. Säurepolitur, Mattätzung, Tiefätzung. Leicht angegriffen werden Gläser mit hohem Soda- und Bleigehalt. "Mattieren der Oberfkläche des Glases durch Ätzen mit Flourkalium und Salzsäure (z.B. 100 Teile Wasser, 10 Teile Kaliumflourid, 1 Teil Salzsäure) [= nicht Flusssäure?]. Die nicht zu ätzenden Teile werde mit Wachs, Paraffin oder Kolophonium abgedeckt, auch stufenweises Abätzen ist möglich. Die Erfindung des Glasätzens wird Heinrich Schwanhardt zugeschrieben." [Erich Meyer-Heisig, Der Nürnberger Glasschnitt des 17. Jahrhunderts, Nürnberg 1963]. Farbätzung s. Beizen ab dem 19. Jh.

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